Meinung

Russland hilft Saporoschje im Kampf um die Ernte

Russland hilft Saporoschje im Kampf um die Ernte

Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Kirchner/Marco SteinbrenneSymbolbild

von Darja Wolkowa

In den befreiten Bezirken von Saporoschje mangelt es an Maschinen, um die reiche Ernte dieses Jahres einzufahren, sie ist teilweise in den von Kiew kontrollierten Gebieten geblieben. Doch das Problem hat eine Lösung, unter anderem mithilfe der Nachbarn in Russland, und das Militär hat mit Treibstoff nachgeholfen. Auch die Umstellung der Bildungseinrichtungen auf russische Lehrpläne findet statt, trotz der Versuche Kiews, diesen Prozess aus der Ferne zu behindern.

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In den befreiten Gebieten am Asowschen Meer und in der Region Saporoschje, die reich an Schwarzerde sind, ist die Ernte in vollem Gange. Zu erwarten sei ein gutes Ergebnis, wurde anfangs der Woche in der Verwaltung von Melitopol konstatiert, der vorläufigen Hauptstadt der befreiten Bezirke der Region Saporoschje. Doch die Ernte findet unter schwierigen Bedingungen statt, selbst tief hinter den russischen Linien. «Das Hauptproblem der Bauern ist der Mangel an landwirtschaftlichen Maschinen, die in den vergangenen Jahren aus der ganzen Ukraine zusammengetragen und von Süden gegen Norden ihren Einsatz fanden», erklärte Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der militärisch-zivilen Verwaltung der Region Saporoschje, der Zeitung Wsgljad.

«Ein und derselbe Mähdrescher wurde früher in drei bis fünf Gebieten eingesetzt. Jetzt sind diese Prozesse gestört. Außerdem gab es die Periode der Zwischensaison, bevor wir, die neuen Behörden in der Region Saporoschje, die Dinge in Ordnung gebracht hatten. Es kam zu Plünderungen und Brandschatzungen, sodass es weniger Geräte gibt als vor der militärischen Spezialoperation», sagte der Gesprächspartner.

Auf das gleiche Problem wies der Leiter der zivil-militärischen Verwaltung des Bezirks Melitopol, Andrei Siguta, hin. «Die Hauptprobleme liegen bei den Erntemaschinen und den Lastwagen», sagte der Gesprächspartner. «Haben wir früher spezialisierte Firmen mit ihren Maschinen beauftragt, so können wir das jetzt nicht mehr tun.»

Die Ernte 2022 sei ein großer Prüfstein für die zivil-militärische Verwaltung in Melitopol und den Bezirken, erklärte Rogow. «Jetzt ist es an der Zeit, sich mit der Bitte an die Region Krasnodar und an die Krim zu wenden, einen Teil der Maschinen zu mieten, um abzuernten, insbesondere in einer Zeit, in der das Getreide auf der ganzen Welt buchstäblich Gold wert ist», fügte das Mitglied des Hauptrates der regionalen Zivilverwaltung hinzu.

Das Problem wird bereits angegangen. «Viele alte sowjetische Geräte, es gelingt, diese zu reparieren und wieder instandzusetzen», erzählte Siguta. «Das Problem der Ersatzteile für ausländische Geräte wurde ebenfalls gelöst, und dann gibt es noch ein Unternehmen, das Kraftstoff und Schmiermittel liefert. Das Wichtigste ist, dass dies zu einem normalen und für die Bauern erschwinglichen Preis geschieht. Wir finden Lösungen aus eigener Kraft und mit direkter Unterstützung durch Russland.»

Zudem konnte das Militär vor Beginn der Erntekampagne (die, wie Rogow erklärte, bereits am 20. Juni begann) den Landwirten Treibstoff und Schmiermittel für den Betrieb der landwirtschaftlichen Geräte zur Verfügung stellen, und die staatliche Getreidegesellschaft kauft die Produkte. In den befreiten Gebieten der Region Saporoschje seien wurde über 20 Prozent bereits abgeerntet, sagte Rogow. «Jetzt ist die Erntezeit in vollem Gange und der Ertrag ist um zehn bis 15 Prozent höher als in der Ukraine. Wir ernten etwa fünf Tonnen pro Hektar ab», betonte der Mitglied des Hauptrates der militärisch-zivilen Verwaltung von Saporoschje.

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«Zum heutigen Tag sind bereits 20 Prozent der Gerste und über 30 Prozent des Rapses geerntet», heißt es im Telegram-Kanal der Verwaltung von Melitopol. Und wenn es vor kurzem noch Befürchtungen gab, dass es unmöglich sein wird, die Ernte rechtzeitig einzufahren, so zeigt sich jetzt, dass das pessimistische Szenario nicht eintreffen wird, ist die Verwaltung überzeugt. Sehr wichtig ist, dass die neue Regierung die Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Produzenten aufnimmt. Die Bauern müssen eine juristische Person in Melitopol registrieren lassen. «Danach werden sie in der Lage sein, mit einem Getreidehändler in einem legalen Rahmen zusammenzuarbeiten. Sollte ein Produzent nicht gewillt sein, sein Getreide zu verkaufen, kann er es in einem Getreidesilo deponieren», betont die Administration von Melitopol.

«Ich muss zugeben, dass viele Probleme noch im manuellen Modus gelöst werden müssen. Das heißt, uns fehlt noch die Systematik. Dies ist darauf zurückzuführen, dass wir noch kein Subjekt der Russischen Föderation sind. Sobald dies geschieht, werden das System, die Verwaltungsbehörde und das Verständnis für die Interaktion aufgebaut», so Siguta.

Bereits jetzt ist jedoch zu erkennen, dass das normale Leben in der Region wieder seinen Lauf nimmt – dies zeigt sich sowohl an der Arbeit auf den Feldern als auch an den Geschehnissen in den Städten, einschließlich Melitopol, betont die Administration. So hat das Asphaltmischwerk Melitopol in dieser Woche seine Arbeit wiederaufgenommen. Derzeit stellen die Mitarbeiter der Stadtwerke eine vollständige Liste der Straßen zusammen, die demnächst repariert werden müssen. In Melitopol hat man begonnen, Rechnungen für öffentliche Dienste zu verteilen; Zahlungen werden sowohl in Rubel als auch in Griwna angenommen.

In den Einkaufszentren der Stadt Energodar eröffnen neue Läden, die zweite Verkaufsstelle für russische SIM-Karten hat ihre Arbeit aufgenommen. Auch in den ländlichen Gebieten kehrt das normale Leben zurück. So ist beispielsweise im Dorf Michailowka das Passbüro aufgegangen, das Ausstellungsverfahren für die russische Staatsbürgerschaft hat begonnen, und der zuvor unterbrochene Busverkehr zu den benachbarten Siedlungen wurde wiederaufgenommen.

Zwei neue Schulen in Melitopol werden zum 1. September eröffnet. Das Bildungssystem wird nicht nur in der provisorischen Hauptstadt, sondern auch in anderen Zentren der befreiten Bezirke wiederhergestellt. In der Feriensiedlung Kirillowka an der Küste des Asowschen Meeres wurde am Donnerstag eine Reitschule eröffnet. In Energodar begann der zweite Durchgang des Sommerlagers, dessen Basis die Sekundarschule Nr. 2 bildet, schreibt der Telegram-Kanal Energodar Heute. Berichten zufolge stehen 128 Kinder auf der Liste für diese Reise. Alle Kosten, einschließlich der Mahlzeiten, werden von der zivil-militärischen Stadtverwaltung getragen. Zur selben Zeit laufen die Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Rogow betont:

«Die Lehrer zeigen ein hohes Engagement, weil die Zeit der Angst vorbei ist, obwohl sie immer noch schikaniert werden und die ukrainische Seite Zuschüsse für die Verweigerung des Unterrichts anbietet.»

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«Zunehmend mehr Lehrer und Pädagogen aus dem Großraum Russland melden sich freiwillig und sind bereit, die einheimischen Lehrer auf russische Bildungsstandards umzuschulen», erzählte der Gesprächspartner. Er lobte das russische Bildungsministerium dafür, dass es auf fast jede Anfrage eingeht. «Lehrer und Pädagogen aus Saporoschje nehmen bereits an Weiterbildungskursen auf der Krim teil, die den russischen Standards entsprechen. Eine große Gruppe von Lehrern ist in die Vororte von Moskau abgereist. Zum 1. September werden wir genügend Lehrkräfte haben, um unsere Kinder auf dem gebührenden Niveau zu unterrichten», hofft Rogow.

Darüber hinaus wurde ein Programm zur Erneuerung des Bestandes von Bibliotheken an Schulen und Universitäten eingeleitet, da ein Mangel an guten Lehrbüchern bestand, so ein Vertreter der Regionalverwaltung. «In der Ukraine gab es keinen Unterricht, sondern eine psychische Verkrüppelung. Anstelle eines Bildungsprogramms gab es eines zur Degradation, denn es war alles politisch motiviert und im Format ‘Heil der Ukraine’ gehalten. Die neuen Behörden planen die Einführung eines verständlichen und leicht zugänglichen Systems klassischer russischer Schulen, um nicht nur Wissen, sondern auch den Respekt gegenüber der russischen Kultur zu vermitteln.»

«Wir haben eine Zusammenarbeit mit potenziellen Partnerstädten. Die russischen Regionen beginnen mit der Betreuung der Städte in den befreiten Gebieten der Region Saporoschje. Die großen Regionalzentren Russlands dürfen die Aufsicht und die Betreuung über die lokalen Schulen übernehmen», erklärte Rogow.

Den bedürftigsten Bewohnern der Region soll das neue Freiwilligenzentrum für humanitäre Hilfe in Melitopol helfen, das von «Einiges Russland» betreut wird. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben die Lager des Zentrums bereits Nahrungsmittel, Bedarfsgüter und Medikamente für die Bedürftigen erhalten.

«Man bemerkt sofort, dass die Menschen hier wirklich Hilfe benötigen. Und es sind nicht immer Fragen des humanitären Aspektes. Sie bedürfen auch rechtlicher Unterstützung. Wir planen eine umfassende Unterstützung bei der Beschaffung der notwendigen Dokumente – Pässe, Geburts- oder Sterbeurkunden, Heiratsregistrierung», sagte einer der Freiwilligen von «Einiges Russland».

Nach Angaben der Unterstützer werden im Bedarfsfall alle notwendigen Nahrungsmittel direkt an die Betroffenen geliefert. Das gilt vor allem für ältere Menschen, alleinerziehende Mütter und Menschen mit Behinderung. Und man kann im neu eröffneten Standesamt die für den Erwerb der russischen Staatsbürgerschaft erforderlichen Dokumente beantragen.

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Am Freitag, wenn Russland den Tag der Familie, der Liebe und der Treue begeht, hat das Standesamt von Melitopol die erste Eheschließung seit der Befreiung der Stadt vorgenommen. Witali und Wiktoria, Flüchtlinge aus Wolnowacha (DVR), haben in einer feierlichen Atmosphäre ihre Ehe schriftlich besiegelt, so die Stadtverwaltung.

«Am Freitag habe ich mich zu Ehren des Tages der Familie, der Liebe und der Treue mit Einwohnern von Melitopol getroffen, und man hört die eine Frage: Wann werden wir Russland sein?» sagte Rogow. «Sie verlangten von mir, dass ich ihnen sage, wann die Region garantiert Teil Russlands wird, und sie sind bereit, an dem Referendum teilzunehmen.»

Zum Ausdruck dieses Vorhabens wurde die Initiative zur Gründung einer Bewegung «Wir sind mit Russland», wie Rogow am Freitag in der Sendung Solowjow Live bekannt gab. Ihm zufolge sollen an der Bewegung Freiwillige und Fachleute aus der Region und aus Russland beteiligt werden. «Es ist eine Bürgerinitiative, um ein friedliches Leben aufzubauen», erklärte der Gesprächspartner. «Diese Initiative sollte nicht nur unterstützt, sondern auch in jeder erdenklichen Weise gefördert werden, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die Menschen überall, selbst in den abgelegenen und isolierten Dörfern, bereit sind, alles zu tun, um den Beitritt zu Russland zu beschleunigen. Die neue Bewegung muss die fortschrittlichen Kräfte unter ihrer Ägide vereinen: Volontäre, Aktivisten, Mäzene, Fachleute, die bereit sind, aus ganz Russland anzureisen. Das heißt, dass das große Russland dabei hilft, die Region Saporoschje wieder in Gang zu bringen, damit unser Fluss Saporoschje schnell mit dem russischen Meer verbunden wird.»

Übersetzt aus dem Russischen.

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